Trunkenheit im Verkehr

Rechtsanwalt für Verkehrsstrafrecht Benjamin Grunst vertritt Sie bei Trunkenheit im Verkehr bundesweit mit Schwerpunkt in Berlin und Brandenburg. Termine zur anwaltlichen Beratung sind in den Standorten Berlin-Köpenick und Berlin-Charlottenburg möglich. Machen Sie keine Angaben bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft ohne Rücksprache mit einem Rechtsanwalt.

Wer Auto fährt, obwohl er wegen Alkohols oder anderer berauschender Mittel nicht dazu in der Lage ist, dem drohen Geldstrafe und bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe. Dies gilt auch, wenn der Täter gar nicht vorsätzlich, sondern nur fahrlässig gehandelt hat (§ 316 Abs. 2 StGB). Wichtig ist, dass § 316 StGB jedoch keine Anwendung findet, wenn die Tat zum Beispiel bereits nach § 315c Abs. 1 Nr. 1 StGB (Gefährdung des Straßenverkehrs) strafbar ist. Insofern gelten die für § 315c StGB aufgeführten Angaben zum öffentlichen Verkehr sowie für die Unterscheidung zwischen relativer und absoluter Fahruntüchtigkeit auch für die Trunkenheitsfahrt nach § 316 StGB.

Möglichkeiten des Rechtsanwalts für Verkehrsstrafrecht bei Trunkenheitsfahrten

Für die Wirkungen des Alkohols ist es typisch, dass das eigene Leistungsgefühl und die Wagnisbereitschaft zunehmen, obwohl die Leistungsfähigkeit eigentlich abnimmt. Die Polizei führt zunächst eine Messung der Atemalkoholkonzentration durch. Für Ordnungswidrigkeiten ist sie eine verwertbare Beweisgrundlage. Das gilt jedoch nicht im Strafverfahren. Hier bedarf es einer Blutprobe, die entweder durch den Richter anzuordnen ist oder aufgrund von Gefahr im Verzug ohne Beschluss vorgenommen werden darf. Der Rechtsanwalt für Verkehrsstrafrecht wird sich daher nach dem genauen Vorgehen der Beamten erkundigen. Ein fehlender nächtlicher richterlicher Bereitschaftsdienst und die Nichtvornahme einer Dokumentation der Gefahrenlage begründen im Rahmen des § 81a Abs. 2 StPO kein Beweisverwertungsverbot. Die Missachtung des Richtervorbehalts kann jedoch bei Verstoß gegen das allgemeine Willkürverbot und bei Vorliegen eines besonders schweren Fehlers wegen einer Verletzung des Rechts auf ein faires Verfahren ein Beweisverwertungsverbot nach sich ziehen (BVerfG, 24.02.2011 – 2 BvR 1596/10).

Rückrechnung zur Ermittlung der Blutalkoholkonzentration

Die Rechtsprechung zur Fahruntüchtigkeit ist breit gefächert. Die Tatsache, dass der Fahrer sich entschließt, trotz widriger Straßenverhältnisse die Fahrt fortzusetzen, stellt noch kein Beweisanzeichen dar (Bay NZV 90, 37). Der Rechtsanwalt für Verkehrsstrafrecht wird sich jedenfalls immer nach der Blutalkoholkonzentration erkundigen. Denn für die Verteidigung kommt es entscheidend darauf an, wie eine Rückrechnung zugunsten des Täters vorzunehmen ist. Die ersten zwei Stunden nach Trinkende sind beim normalem Trinkverlauf grundsätzlich von der Rückrechnung auszunehmen (BGH 25, 250). Manchmal behaupten alkoholisierte Fahrer, sie hätten beispielsweise aufgrund eines Schocks erst nach der Fahrt Alkohol konsumiert. Dieser sogenannte “Nachtrunk” wird jedoch von den Gerichten meist kritisch hinterfragt und als Schutzbehauptung ausgelegt. Auch hier kann der Anwalt beratend zur Seite stehen.

Lassen Sie sich frühstmöglich vertreten, um alle prozessualen Rechte zu wahren. Termine sind in beiden Standorten Berlin-Charlottenburg und Berlin-Köpenick möglich.