Räuberischer Diebstahl

Beim Räuberischen Diebstahl (§252 StGB) wendet der Täter Gewalt gegen eine Person an oder droht mit einer gegenwärtigen Gefahr für Leib oder Leben, wenn er bei einem Diebstahl nach Vollendung der Wegnahme auf frischer Tat betroffen worden ist. Anders als beim Raub (§ 259 StGB) geht es dem Täter hier nicht um die Erlangung einer Sache sondern um deren Erhaltung. Der Täter setzt Gewalt oder Drohung ein, um die Diebesbeute zu verteidigen.

Als Kanzlei für Strafrecht vertreten wir Sie bundesweit beim Vorwurf des räuberischen Diebstahls. Nehmen Sie Ihr Schweigerecht wahr und melden Sie sich schnellstmöglich bei mir. Insbesondere in den folgenden Situationen stehen wir an Ihrer Seite:

  • Vorladung von der Polizei oder Staatsanwaltschaft mit dem Verdacht räuberischer Diebstahl
  • Hausdurchsuchung durch die Ermittlungsbehörde
  • Untersuchungshaft / Festnahme wegen des Verdachts des räuberischen Diebstahls
  • Anklage der Staatsanwaltschaft
  • Pflichtverteidigung bundesweit möglich
  • Rechtsmittel – Berufung und Revision nach einer Verurteilung wegen räuberischen Diebstahls

Mögliche Verteidigungsstrategie beim räuberischen Diebstahl

Der Rechtsanwalt prüft, ob der Täter auf frischer Tat betroffen ist. Dies der Fall, wenn er bei der Ausführung der Tat oder alsbald nach Vollendung der Wegnahme (Bsp: wenn die Sache am Körper verstaut wurde) oder in dessen unmittelbarer Nähe von einem anderen wahrgenommen, bemerkt oder angetroffen wurde (BGHSt 9, 255; 28, 224, 227). Eine Strafbarkeit scheidet aus, wenn der Dieb gesicherte Sachherrschaft hat, also beispielsweise die Sache sicher zu Hause verstaut hat.

Der Dieb muss Vorsatz und die Absicht haben, sich den Besitz des gestohlenen Gutes zu erhalten. Die Absicht einem Dritten den Besitz zu wahren, reicht nicht aus.

Strafrahmen gleicht einem Räuber

Der Täter ist gleich einem Räuber (§ 249 StGB) zu bestrafen und muss daher mit einer Freiheitsstrafe bis zu 15 Jahren rechnen. Die Erschwerungs- und Milderungsgründe sind daher auf dieses Delikt zu übertragen. Weitere Infos zum Strafrahmen finden Sie bei den Informationen zum Raub.

Das Gericht kann gemäß § 256 Abs. 1 StGB Führungsaufsicht anordnen.