Körperverlet­zungsdelikte – Fachanwalt für Strafrecht

Als Fachanwaltskanzlei für Strafrecht vertreten wir Sie beim Vorwurf der Körperverletzung. Durch eine kompetente Analyse der Ermittlungsakte können zumeist Fehler in den Ermittlungen und weitere Verteidigungsansätze gefunden werden, die das Verfahren positiv beeinflussen. Nur der beaufragte Rechtsanwalt hat dabei das Recht auf Akteneinsicht nach der Strafprozessordnung. Im Weiteren wird eine Verteidigungsstrategie erarbeitet und das Verfahren bestmöglich begleitet. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin in unseren Standorten Berlin-Köpenick und Berlin-Charlottenburg.

Insbesondere in den folgenden Situationen sind wir für Sie da:

  • Vorladung von der Polizei oder Staatsanwaltschaft mit dem Vorwurf Körperverletzung §§ 223, 224, 226, 227 StGB
  • Hausdurchsuchung durch die Ermittlungsbehörde
  • Untersuchungshaft / Festnahme wegen des Verdachts einer Körperverletzung
  • Anklage der Staatsanwaltschaft bei einfacher, gefährlicher oder schwerer Körperverletzung
  • Pflichtverteidigung bundesweit möglich
  • Rechtsmittel – Berufung und Revision nach einer Verurteilung wegen Körperverletzung

Formen der Körperverletzungs­delikte

Geschütztes Rechtsgut der Tatbestände (§§ 223 ff. StGB) ist die körperliche Unversehrtheit des Menschen unter Einschluss seines körperlichen und gesundheitlichen Wohlbefindens. Die Tat kann nur durch einen anderen begangen werden. Die Selbstverletzung fällt nicht darunter.

Bei der einfachen Körperverletzung (§ 223 Abs. 1 StGB) muss eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit geschädigt worden sein. Dies ist z.B. der Fall, wenn das Opfer durch die Tat eine Beule, Prellungen oder eine Wunde erhalten hat, das Opfer mit einer Krankheit angesteckt worden ist (BGHSt 36, 1 uns 262) oder Beeinträchtigung der normalen Körperfunktionen durch Betäubung oder Verursachung von Volltrunkenheit aufweist (BGH NJW 83, 462). Der Strafrahmen reicht von Geldstrafe bis hin zu fünf Jahren Freiheitsstrafe. Die Tat wird in der Regel nur auf Antrag verfolgt (§ 230 Abs. 1 StGB).

Die gefährliche Körperverletzung ( § 224 Abs. 1 StGB) ist gekennzeichnet durch die Gefährlichkeit der Begehungsweise. Als besonders gefährlich wird das Beibringen von Gift oder anderen gesundheitsschädlichen Stoffen, die Begehung mittels einer Waffe oder eines anderen gefährlichen Werkzeuges, mittels eines hinterlistigen Überfalls, mit einem anderen Beteiligten gemeinschaftlich und mittels einer das Leben gefährdenden Behandlung eingestuft. Der Strafrahmen erhöht sich auf eine Mindest-Freiheitsstrafe von drei Monaten.

Bei der schweren Körperverletzung (§ 226 StGB) muss der Täter bezüglich der schweren Folge wenigstens fahrlässig gehandelt haben. Hier liegt der Anknüpfungspunkt für den Strafverteidiger. Das Gericht muss nachweisen können, dass ein gefahrspezifischer Zusammenhang vorliegt. Dies bedeutet, dass im Eintritt der besonderen Tatfolge sich die besondere Gefahr der Körperverletzung verwirklicht hat. Eine besonders schwere Körperverletzung liegt vor, wenn durch die Tat das Sehvermögen auf einem Auge oder beiden Augen, das Gehör, das Sprechvermögen oder die Fortpflanzungsfähigkeit verloren geht, man ein wichtiges Glied des Körpers verliert oder dauernd nicht mehr gebrauchen kann oder in erheblicher Weise dauernd entstellt wird. Der Strafrahmen beträgt hier mindestens 1 Jahr und höchstens 10 Jahre.

Wenn bei der Tat ein Mensch stirbt, erhöht sich der Strafrahmen auf eine Freiheitsstrafe von mindestens drei Jahren. Auch hier muss das Gericht wieder einen gefahrspezifischen Zusammenhang zwischen Körperverletzung und Todesfolge nachweisen. So ist dieser zu bejahen, wenn der Täter beispielsweise mit einer geladenen Pistole auf den Kopf des Opfers einschlägt und dieser dabei verstirbt, weil sich beim Aufschlagen mit der Waffe ungewollt ein Schuss löst.

Die Körperverletzung kann auch fahrlässig begangen werden (§ 229 StGB). Es kommt dem Täter dabei nicht darauf an, das Opfer zu verletzen, er verletzt jedoch seine zurechenbare Sorgfaltspflicht. Der Strafrahmen liegt bei einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe.

Wenn der Täter einen Schutzbefohlenen, also Minderjährige oder Menschen, die gebrechlich oder wegen einer Krankheit wehrlos sind, quält, roh misshandelt oder durch böswillige Vernachlässigung seiner Pflicht, für sie zu sorgen, sie an der Gesundheit schädigt, muss dieser mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu 10 Jahren rechnen.

Der Fachanwalt für Strafrecht wird hier insbesondere prüfen, ob zwischen dem Täter und dem Opfer ein besonderes Schutz- oder Abhängigkeitsverhältnis besteht. Ist dies nicht der Fall, scheidet eine Strafbarkeit aus.

Strafverfolgung bei Körperverlet­zungsdelikten

Bei der Strafverfolgung ist in Abhängigkeit vom möglicherweise verwirklichten Straftatbestand damit zu rechnen, dass Untersuchungshaft angeordnet wird sowie mit allen sonstigen Strafverfolgungsmaßnahmen wie beispielsweise Durchsuchungen (§§ 102 ff. StPO).

 

Kontakt

Benjamin Grunst

Rechtsanwalt

Benjamin Grunst

Fachanwalt für Strafrecht


Rechtsanwalt

Sören Grigutsch

Fachanwalt für Strafrecht


BUSE HERZ GRUNST Rechtsanwälte
PartG mbB

Bahnhofstraße 17
12555 Berlin

Weiterer Standort:
Wilmersdorfer Str. 94
10629 Berlin

Telefon: +49 30 600 33 814
Telefax: +49 30 51 30 48 59

Mail: kontakt@kanzlei-bhg.de


Erfahrungen & Bewertungen zu BUSE HERZ GRUNST Rechtsanwälte PartG mbB