Internetbetrug und Computerbetrug

Als Kanzlei für Internetstrafrecht vertreten wir Sie beim Vorwurf des Internetbetrugs und des Computerbetrugs. Wenn Sie eine Vorladung erhalten haben oder bei Ihnen eine Hausdruchsuchung erfolgt ist, nehmen Sie möglichst schnell Kontakt zu mir auf. Umso früher Sie sich beraten lassen, desto eher können Fehler vermieden werden.

Wir sind bundesweit tätig und stehen kompetent an Ihrer Seite.

Betrug im Internet, § 263 StGB

Beim Betrug täuscht der Täter einen Anderen über Tatsachen, woraufhin dieser einem Irrtum erliegt und eine Sache tut, beziehungsweise unterlässt, die sich unmittelbar vermögensmindernd auswirkt. Daraufhin kommt es zum Schaden. Der Rechtsanwalt prüft darüber hinaus, ob der Verdächtige auch vorsätzlich und mit Bereicherungsabsicht handelte. Im schlimmsten Falle droht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren, in besonders schweren Fällen bis zu zehn. Die Behörden können zur Beweissicherung den Computer beziehungsweise Datenträger in Beschlag nehmen.

Wichtig ist: Es muss bei der Handlung nicht ausdrücklich ein Irrtum erregt werden. Es reicht bereits, wenn der Täter durch schlüssiges Verhalten täuscht, zum Beispiel durch die Zusendung von “Rechnungen”, bei denen es sich tatsächlich um Angebote handelt. Die schlüssige Erklärung im Rahmen von Bestellungen im Internet, bei Fälligkeit der Forderung zahlen zu können und zu wollen (BGH 15, 24) sowie der “Zechbetrug” bei Bestellungen von Essen oder Getränken seien hier als in der Praxis häufig vorkommende Beispiele genannt.

Computerbetrug, § 263a StGB

Da das Internet für Online-Shopping und Online-Banking verstärkt eingesetzt wird, erlangt der Computerbetrug auf dem Wege des elektronischen Datenverkehrs besondere Bedeutung. Dabei wirkt der Täter auf den Datenverarbeitungsvorgang ein. Vereinfacht geht es bei dieser Form des Computerbetrugs, der “unbefugten Verwendung von Daten” (§ 263a, 3. Variante), um die Frage der Täuschung eines Computers.

Betrug im Online-Banking und Online-Shopping

Relevant ist etwa die Verwendung von Daten, die durch “Phishing” erlangt wurden. Phishing meint den Versuch, über gefälschte Webseiten oder Emails an Kontodaten, PINs oder TANs zu kommen.

Ähnlich wie beim Missbrauch von EC Karten geht es auch bei Online-Überweisungen im unbaren Zahlungsverkehr darum, die Identität des Verwenders zum Nachteil des Berechtigten zu fälschen und die Erkennung durch den Bank-Computer zu umgehen. Einen Computerbetrug begeht daher derjenige, welcher eine Überweisung auf das eigene Konto ohne Einwilligung des Kontoinhabers unter Vorgabe von dessen Identität vornimmt. Auch die Einreichung gefälschter Überweisungsbelege stellt eine unbefugte Verwendung von Daten dar (BGH NJW 2008, 1394).

Eine Bargeldabhebung durch den berechtigten Karteninhaber, der seine Kreditgrenze überzieht, stellt lediglich einen Verstoß gegen die durch AGB geregelten Vertragspflichten dar und unterfällt nicht § 263a StGB (BGH 47, 160).