Internetstrafrecht

Der Bereich des Internetstrafrechts hat sich im Lauf der letzten zehn Jahre entwickelt. Durch die Möglichkeiten der digitalen Revolution und die stetige Verfügbarkeit des Internets haben sich auch die Straftaten in die virtuelle Welt verlagert. Aktuelle Ermittlungszahlen der Polizeistatistik belegen, dass bei bis zu 300.000 Cyber-Straftaten jährlich ermittelt wird. Die Gesetzgebung versuchte mit umfangreichen Änderungen und Ergänzungen im Strafgesetzbuch, den neuen Entwicklungen zu begegnen. Phishing, Pharming, IP-Spoofing oder DDoS-Attacken werden bis heute von den Ermittlungsbehörden nur im Ansatz verstanden, aber dennoch munter verfolgt und angeklagt. Dort setzt die Verteidigung des Rechtsanwalts für Internetstrafrecht an.

Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens haben Sie regelmäßig mit einer Hausdurchsuchung und der Beschlagnahmung des Computers zu rechnen. Je früher Sie anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen, desto eher kann auf das Ergebnis der Ermittlungen Einfluss genommen werden. Wichtige Verhaltenshinweise bei einer Durchsuchung sind Folgende:

  • Schweigen Sie zur Sache und reden Sie so wenig wie möglich mit den Beamten. Jedes Wort wird dokumentiert und kann unter Umständen gegen Sie verwendet werden.
  • Rufen Sie schnellstmöglich bei mir als Rechtsanwalt für Internetstrafrecht an.
  • Lassen Sie sich den Durchsuchungsbeschluss aushändigen oder die Gründe für die Gefahr im Verzug erklären.
  • Prüfen Sie das Erlassdatum des Durchsuchungsbeschlusses, da diese nur innerhalb von 6 Monaten nach Erlass vollstreckt werden können.

Wenn es zu einer Durchsuchung bei Ihnen kommt, rufen Sie schnellstmöglich einen Rechtsanwalt für Strafrecht an. Sie haben das Recht zu schweigen, nutzen Sie es. Leisten Sie keinen Widerstand und bleiben Sie ruhig, sonst drohen weitere Strafbarkeiten wegen des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte nach § 113 StGB. Verlangen Sie die Hinzuziehung von Durchsuchungszeugen und geben Sie keine Sachen oder Daten freiwillig heraus. Wenn auf Grundlage eines Durchsuchungsbeschlusses bei Ihnen durchsucht wird, lassen Sie sich diesen zeigen. Drängen Sie darauf, dass alle beschlagnahmten Dinge möglichst genau im Protokoll festgehalten werden.

Insbesondere in den folgenden Situationen sind wir für Sie da:

  • Vorladung von der Polizei oder Staatsanwaltschaft mit dem Vorwurf eines Internetdelikts
  • Hausdurchsuchung durch die Ermittlungsbehörde wegen des Verdachts von Cyberkriminalität
  • Untersuchungshaft / Festnahme wegen des Verdacht von Cyberkriminalität / Internetstrafsache
  • Anklage der Staatsanwaltschaft einer Internetstrafsche
  • Rechtsmittel – Berufung und Revision nach einer Verurteilung

Rechtsanwalt Benjamin Grunst vertritt Sie im gesamten Bereich des Internetstrafrechts. Folgend finden Sie eine Beschreibung einzelner Bereiche des Internetstrafrechts.