Anwalt Körperverletzung – Ihr Fachanwalt für Strafrecht aus Berlin

Als Fachanwaltskanzlei für Strafrecht aus Berlin vertreten wir Sie beim Vorwurf der Körperverletzung. Durch eine kompetente Analyse der Ermittlungsakte können zumeist Fehler in den Ermittlungen und weitere Verteidigungsansätze gefunden werden, die das Verfahren positiv beeinflussen. Der beaufragte Rechtsanwalt für Strafrecht hat dabei das Recht auf Akteneinsicht nach der Strafprozessordnung. Im Weiteren wird eine Verteidigungsstrategie erarbeitet und das Verfahren bestmöglich begleitet. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin in unseren Standorten Berlin-Köpenick und Berlin-Charlottenburg.

In folgenden Situationen sind wir als Rechtsanwälte für Körperverletzung für Sie da

Insbesondere in den folgenden Situationen sind wir für Sie da:

  • Vorladung der Polizei oder Staatsanwaltschaft mit dem Vorwurf Körperverletzung §§ 223, 224, 226, 227 StGB
  • Hausdurchsuchung durch die Ermittlungsbehörde
  • Untersuchungshaft / Festnahme wegen des Verdachts einer Körperverletzung
  • Anklage der Staatsanwaltschaft bei einfacher Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung oder schwerer Körperverletzung
  • Pflichtverteidigung beim Vorwurf Körperverletzung
  • Rechtsmittel – Berufung und Revision nach einer Verurteilung wegen Körperverletzung

 

Vorteile unserer Kanzlei für Strafrecht beim Vorwurf der Körperverletzung

Das Strafrechtsdezernat wird geführt von zwei Fachanwälten für Strafrecht. Den Titel des Fachanwalts für Strafrecht bekommt nur verliehen, wer seine Kompetenz und Erfahrung gegenüber der Rechtsanwaltskammer nachweisen konnte.

Wir nutzen dieses Fachwissen für unsere Mandanten mit dem Vorwurf Körperverletzung. Bei hunderten Mandanten konnten wir bereits für eine Einstellung des Strafverfahrens oder einen Freispruch erreichen. Unsere Mandanten haben uns das mit den vielen positiven Bewertungen gedankt.

Wichtig ist uns eine gute Erreichbarkeit für unsere Mandanten und eine transparente und offene Kommunikation. Wir stimmen die Strafverteidigung mit Ihnen ab und stellen Ihnen jederzeit alle möglichen Optionen dar.

Rufen Sie uns an und wir besprechen die ÜBernahme des Strafmandats in einem kostenfreien Erstgespräch am Telefon.

Einfache Körperverlet­zung (§ 223 StGB) – Tipps vom Anwalt für Strafrecht aus Berlin

Als Rechtsanwalt für Strafrecht vertrete ich Sie beim Vorwurf der Körperverletzung bundesweit. Es bieten sich hier einige vielversprechende Verteidigungsansätze, die gern in einem persönlichen Termin erläutert werden können.

Insbesondere in den folgenden Situationen sind wir für Sie da:

  • Vorladung der Polizei oder Staatsanwaltschaft mit dem Vorwurf Körperverletzung §§ 223, 224, 226, 227 StGB
  • Hausdurchsuchung durch die Ermittlungsbehörde wegen Körperverletzung
  • Untersuchungshaft / Festnahme wegen des Verdachts einer Körperverletzung
  • Anklage der Staatsanwaltschaft bei einfacher, gefährlicher oder schwerer Körperverletzung
  • Pflichtverteidigung bundesweit möglich
  • Rechtsmittel – Berufung und Revision nach einer Verurteilung wegen Körperverletzung

Das deutsche Strafgesetzbuch widmet der körperlichen Unversehrtheit von den §§ 223 bis 231 StGB, sowie in § 340 StGB ein ganzes Kapitel. Den Grundtatbestand bildet der § 223 StGB und benennt als objektive Voraussetzungen für eine einfache Körperverletzung das Eintreten einer körperlichen Misshandlung oder Gesundheitsschädigung.

Dies ist nach absolut gängiger Rechtsprechung jede üble, unangemessene Behandlung, das entweder das körperliche Wohlbefinden oder die körperliche Unversehrtheit nicht nur unerheblich beeinträchtigt.

Unproblematisch sind die Fälle, wo das Opfer durch die Tat eine Beule, Prellung oder eine Wunde erhalten hat. Allerdings lassen sich bereits durch die oben genannte Wortwahl mögliche Abgrenzungsschwierigkeiten erkennen. Wann ist eine Beeinträchtigung des körperlichen Wohlbefindens oder der Unversehrtheit nicht erheblich?

Grundsätzlich ist die Erfüllung des Körperverletzungstatbestandes nicht von einem Schmerzempfinden abhängig. Jedoch besteht auch hier eine Bagatellschwelle, wonach gewisse Handlungen, die lediglich Schrecken verursachen oder Ekel und ähnliche Emotionen hervorrufen, ohne auf das körperliche Wohlbefinden einzuwirken, nicht unter die Strafbarkeit des § 223 StGB fallen.

Darunter sind beispielsweise das leichte Stoßen oder Zufallbringen eines anderen, leichte Schläge oder Tritte zu verstehen. Auch das Anspucken galt bislang als ein Bagatelleingriff, da keine körperlichen Schäden dadurch eintreten. Diese Ansicht wurde durch den BGH (NStZ 2016, 27) dahingehend eingeschränkt, dass eine Körperverletzung auch dann vorliegt, wenn aufgrund des Anspuckens nicht nur bloße seelische Beeinträchtigungen, sondern auch körperliche Auswirkungen in Form von Brechreiz hervorgerufen wurden.

Darüber hinaus liegt auch eine Körperverletzung vor, wenn ein (vorübergehender) pathologischer Zustand hervorgerufen oder gesteigert wird.

Darunter fallen auch die Fälle, wo das Opfer durch Betäubung oder Verursachung von Volltrunkenheit eine Beeinträchtigung seiner normalen Körperfunktionen erleidet. Maßgeblich ist hierbei das Ausmaß der körperlichen Beeinträchtigung. Das Verabreichen von leichten Drogen in geringer Dosis stellt in der Regel keine Gesundheitsschädigung dar. Etwas anderes gilt bei stark suchterzeugenden Medikamenten oder Drogen.

Auch die Infektion einer anderen Person mit einer Infektionskrankheit stellt eine Gesundheitsschädigung im Sinne des § 223 StGB dar. Dabei ist der Tatbestand stets vollendet, wenn die körperliche Erkrankung sich in einen pathologischen Zustand manifestiert hat. Dabei ist es nicht erheblich, dass die Infektion in Form einer Krankheit beim Opfer bereits ausgebrochen sein muss. Es reicht, wenn eine dauerhafte Infektiosität bei der geschädigten Person zu bejahen ist. Stark diskutiert wurde dieses Thema insbesondere im Zusammenhang mit dem HI-Virus. Dabei gilt der ungeschützte Geschlechtsverkehr unter Kenntnis der eigenen HIV-Erkrankung als Begehung einer vorsätzlichen Körperverletzung.

Auch jede ärztliche Behandlungsmaßnahme erfüllt den objektiven Tatbestand einer Körperverletzung. Allerdings sind diese in der Regel durch Einwilligung oder Notstand gerechtfertigt.

Generell kann jede Körperverletzung durch das Vorliegen eines Rechtfertigungsgrundes trotz Erfüllung der tatbestandlichen Voraussetzungen sanktionsfrei bleiben. Diesbezüglich ist immer eine Einzelfallbetrachtung notwendig.

Braucht es einen Strafantrag bei der Körperverletzung – Anwalt für Strafrecht erklärt es

Darüber hinaus ist die einfache Körperverletzung nach § 223 StGB ein Antragsdelikt. Die strafrechtliche Verfolgung wird nur eingeleitet, wenn ein Antrag im Sinne des § 230 StGB bei der Strafverfolgungsbehörde gestellt wird. Eine Strafverfolgung ohne Antrag ist ausnahmsweise nur dann möglich, wenn ein besonderes öffentliches Interesse besteht. Dies ist dann anzunehmen, wenn spezialpräventiven Gründen, wie beispielsweise einschlägige Vorstrafen des Beschuldigten oder besonders rohe Handlungen, schwere Verletzungen des Opfers oder Schädigung einer Mehrzahl von Personen oder sonstige schwerwiegende Schuld vorliegen. Auch die Verletzung einer besonderen Berufspflicht kann die Bejahung des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung rechtfertigen.

Welche Strafen drohen bei einer Körperverletzung?

Der einschlägige Strafrahmen einer einfachen Körperverletzung reicht von Geldstrafe bis fünf Jahre Freiheitsstrafe. Als relatives Antragsdelikt ist zu meist von einem Strafantragerfordernis auszugehen. Nach erfolgter Akteneinsicht werde ich daher zunächst die formal korrekte und fristgerechte Strafantragserhebung prüfen. Es können natürlich auch noch Strafnebenfolgen auf den Mandanten zukommen. Von einem Berufsverbot, einem Disziplinarverfahren als Soldat, Polizist oder Beamter oder Schadensersatzansprüchen muss der der Anwalt für Körperverletzung einiges im Auge behalten.

Welche Qualifikationen der Körperverletzung kennt das Strafgesetzbuch?

Geschütztes Rechtsgut der Tatbestände (§§ 223 ff. StGB) ist die körperliche Unversehrtheit des Menschen unter Einschluss seines körperlichen und gesundheitlichen Wohlbefindens. Die Tat kann nur durch einen anderen begangen werden. Die Selbstverletzung fällt nicht darunter.

Bei der einfachen Körperverletzung (§ 223 Abs. 1 StGB) muss eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit geschädigt worden sein. Dies ist z.B. der Fall, wenn das Opfer durch die Tat eine Beule, Prellungen oder eine Wunde erhalten hat, das Opfer mit einer Krankheit angesteckt worden ist (BGHSt 36, 1 uns 262) oder Beeinträchtigung der normalen Körperfunktionen durch Betäubung oder Verursachung von Volltrunkenheit aufweist (BGH NJW 83, 462). Der Strafrahmen reicht von Geldstrafe bis hin zu fünf Jahren Freiheitsstrafe. Die Tat wird in der Regel nur auf Antrag verfolgt (§ 230 Abs. 1 StGB).

Gefährliche Körperverletzung – Strafrahmen und Begehungsweise

Die gefährliche Körperverletzung ( § 224 Abs. 1 StGB) ist gekennzeichnet durch die Gefährlichkeit der Begehungsweise. Als besonders gefährlich wird das Beibringen von Gift oder anderen gesundheitsschädlichen Stoffen, die Begehung mittels einer Waffe oder eines anderen gefährlichen Werkzeuges, mittels eines hinterlistigen Überfalls, mit einem anderen Beteiligten gemeinschaftlich und mittels einer das Leben gefährdenden Behandlung eingestuft. Der Strafrahmen erhöht sich auf eine Mindest-Freiheitsstrafe von drei Monaten.

Mehr Informationen zur gefährlichen Körperverletzung finden Sie hier.

Schwere Körperverletzung – Strafrahmen des Verbrechens und Begehungsweise

Bei der schweren Körperverletzung (§ 226 StGB) muss der Täter bezüglich der schweren Folge wenigstens fahrlässig gehandelt haben. Hier liegt der Anknüpfungspunkt für den Strafverteidiger. Das Gericht muss nachweisen können, dass ein gefahrspezifischer Zusammenhang vorliegt. Dies bedeutet, dass im Eintritt der besonderen Tatfolge sich die besondere Gefahr der Körperverletzung verwirklicht hat. Eine besonders schwere Körperverletzung liegt vor, wenn durch die Tat das Sehvermögen auf einem Auge oder beiden Augen, das Gehör, das Sprechvermögen oder die Fortpflanzungsfähigkeit verloren geht, man ein wichtiges Glied des Körpers verliert oder dauernd nicht mehr gebrauchen kann oder in erheblicher Weise dauernd entstellt wird. Der Strafrahmen beträgt hier mindestens 1 Jahr und höchstens 10 Jahre.

Wenn bei der Tat ein Mensch stirbt, erhöht sich der Strafrahmen auf eine Freiheitsstrafe von mindestens drei Jahren. Auch hier muss das Gericht wieder einen gefahrspezifischen Zusammenhang zwischen Körperverletzung und Todesfolge nachweisen. So ist dieser zu bejahen, wenn der Täter beispielsweise mit einer geladenen Pistole auf den Kopf des Opfers einschlägt und dieser dabei verstirbt, weil sich beim Aufschlagen mit der Waffe ungewollt ein Schuss löst.

Mehr Informationen zur schweren Körperverletzung erhalten Sie hier.

Fahrlässige Körperverletzung – häufig im Straßenverkehr anzutreffen

Die Körperverletzung kann auch fahrlässig begangen werden (§ 229 StGB). Es kommt dem Täter dabei nicht darauf an, das Opfer zu verletzen, er verletzt jedoch seine zurechenbare Sorgfaltspflicht. Der Strafrahmen der fahrlässigen Körperverletzung liegt bei einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe.

Mehr Informationen zur fahrlässigen Körperverletzung finden.

Misshandlung von Schutzbefohlenen – Strafrahmen und Begehungsweise

Wenn der Täter einen Schutzbefohlenen, also Minderjährige oder Menschen, die gebrechlich oder wegen einer Krankheit wehrlos sind, quält, roh misshandelt oder durch böswillige Vernachlässigung seiner Pflicht, für sie zu sorgen, sie an der Gesundheit schädigt, muss dieser mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu 10 Jahren rechnen.

Der Fachanwalt für Strafrecht wird hier insbesondere prüfen, ob zwischen dem Täter und dem Opfer ein besonderes Schutz- oder Abhängigkeitsverhältnis besteht. Ist dies nicht der Fall, scheidet eine Strafbarkeit aus.

 

 

Benjamin Grunst

Rechtsanwalt

Benjamin Grunst

Fachanwalt für Strafrecht


Rechtsanwalt

Sören Grigutsch

Fachanwalt für Strafrecht


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